PRESSEMITTEILUNG - Bündnis Ökolandbau Sachsen

          

Umsteuern in der Landwirtschaftspolitik notwendig!

„Weniger chemische Rückstände, weite Fruchtfolgen, gesunde, humusreiche Böden, Erhalt der Artenvielfalt: Der ökologische Landbau leistet mit seinen umweltfreundlichen Anbaumethoden einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Landwirtschaft. Diese muss von der Agrarpolitik mehr als bisher unterstützt werden. Daher setzen wir uns vom Bündnis für eine Stärkung des ökologischen Landbaus und die Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) an den UNNachhaltigkeitszielen ein“, erklärt die Sprecherin des sächsischen Bündnisses Ökolandbau Dr. Lena Weik als Reaktion auf die jüngst in verschiedenen Presseartikeln erschienen Aussagen des sächsischen Bauernverbandspräsidenten Wolfgang Vogel. „Wir brauchen einen landwirtschaftlichen Veränderungsprozess in Richtung der Förderung von mehr Umwelt-, Klima- und Tierschutz. Zielgenaue Maßnahmen und Honorierungsmodelle sind erforderlich, die den Umbau der Landwirtschaft gestalten und die Landwirte für ihre Leistungen im Bereich Umwelt-, Klima und Tierschutz bezahlen. Denn hierfür werden die Landwirte weder vom europäischen Markt noch vom Weltmarkt hinreichend entlohnt“, erklärt Kornelie Blumenschein vom Bündnis Ökolandbau Sachsen.

Das Bündnis Ökolandbau Sachsen weist darauf hin, dass Veränderungen notwendig sind, auch wenn der sächsische Bauernverband seine Augen davorverschließt. Ein „Weiter so“ wie bisher ist nicht möglich. „Wir haben dringend anstehende Themen, bei denen wir aktiv werden müssen: das jetzt auch wissenschaftlich bewiesene Insektensterben mit seinen negativen Konsequenzen in der Nahrungskette, die Klage der EU bezüglich der Wasserqualität, die Grundwasserproblematik und nicht zu vergessen die Rückstandsproblematik der Pestizide, die Imkern häufig große Probleme bereiten“, erläutert Lena Weik weiter. Bei einer stetig wachsenden Nachfrage nach Ökoprodukten will das Bündnis Ökolandbau die Biobranche weiter entwickeln und ausbauen. Dass Bauernverbandspräsident Vogel die Obergrenze des Anteils ökologischer Landbau bei 10-12% sieht, ist für das Bündnis unverständlich.

Ob das Landwirtschaftsministerium künftig den Grünen überlassen wird oder das Amt des
Landwirtschaftsministers weiterhin von der CDU besetzt wird: das Bündnis Ökolandbau Sachsen steht für offene, konstruktive Gespräche bereit und ist an einer engen Zusammenarbeit interessiert.

Bündnis Ökolandbau Sachsen
Das Bündnis Ökolandbau Sachsenvertritt als Dachverbund der Öko-Verbände Gäa, Bioland,
Demeter, Naturland, Biokreis und Biopark, und die Interessen des ökologischen Landbaus in
Sachsen.

Unterzeichner des Schreibens:
Biokreis Erzeugerring Mitteldeutschland e.V., Günter Schlotter, 06484 Quedlinburg
Tel.: 0151-70419570, E-Mail: gschlotter@t-online.de
Bioland Landesverband Ost e.V., Dr. Lena Weik, 01683 Nossen
Tel.: 035242-47786, E-Mail: Lena.Weik@bioland.de
BIOPARK e.V., Dr. Delia Micklich, 18273 Güstrow
Tel.: 03843/245030, E-Mail: info@biopark.de
Gäa e.V. - Vereinigung ökologischer Landbau, Kornelie Blumenschein, 01099 Dresden
Tel.: 0351-4031918, E-Mail: k.blumenschein@gaea.de
Naturland Landesvorstand Sachsen, Dirk Rudert, Agrargenossenschaft eG Großzöbern,
08538 Weischlitz – Großzöbern, Tel.: 037436-2503, E-Mail: rudert@ag-grosszoebern.de
Demeter Berlin/Brandenburg und Sachsen, Nikola Burgeff und Norbert Steul, GbR Heynitz BSS, Mahlitzsch 1, 01683 Nossen, Tel.: 035242-656220, E-Mail: gbrheynitzbss@web.de