Seminar Ökologischer Gemüsebau- Kulturenvielfalt & Vermarktungsformen

Liebe Gärtner/Innen und Interessierte,
Regionales Bio- Gemüse ist beim Verbraucher gefragt: Der Anteil von Biogemüse an der Gesamtverkaufsmenge ist in den letzten Jahren auf rund 7 Prozent gestiegen und ist damit doppelt so hoch wie der Anteil bei Fleischwaren, Käse und Butter (BÖLW, 2019). Mit dem Einstieg der Stadt Erfurt in das „Netzwerk der Biostädte“ hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, das Angebot von Bio-Produkten in und aus der Stadt auszubauen. Damit sollen einerseits regional angebaute Bioprodukte auf kurzen Wegen erreichbar gemacht werden. Vor allem gibt sie damit jedoch dem Ausbau der regionalen ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft einen weiteren Anschub.

Der städtische Einstieg ins ökologische Wirtschaften eröffnet für bestehende Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe neue Perspektiven. Aber auch für andere Initiativen geringen Flächenressourcen kann der Ökologische Anbau interessant sein. In vielen Regionen haben sich zu diesem Zweck bereits vielversprechende Strukturen entwickelt-. Dazu zählen zum Beispiel besondere Nutzungsmöglichkeiten wie Selbsterntegärten, solidarische Landwirtschaftskonzepte oder Mietbeete.
Mit diesem Seminar möchten wir den Ausbau des Öko-Gemüsebaus in der Region unterstützen. Unser Ziel ist es deshalb darzustellen, welche Anforderungen der Ökologische Gemüsebau an die Erzeugung stellt. Dabei sollen vor allem die Bereiche Bodenaufbau und ökologische Fruchtfolge, aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen vorgestellt werden. Darüber hinaus zeigen wir allen an einer ökologischen Wirtschaftsweise Interessierten vielfältige Möglichkeiten auf, um sich in der Vermarktung zu differenzieren und herauszustellen. Dabei fragen wir, wie die Betriebe über entsprechende Bewirtschaftungsmethoden und Absatzstrategien eine Beziehung zum Konsumenten herstellen und welche Chancen Selbsterntegärten in diesem Kontext haben. Um die Vielfalt der Ansätze zu verdeutlichen, stellen wir einen bestehenden Betrieb und alternative Initiativen auf unserem Seminar vor.
Alle Teilnehmer sind  dazu eingeladen, eigene Erfahrungen und Fragen einzubringen, um durch den Austausch Tipps für den eigenen Betrieb mitzunehmen. Wir freuen uns auf Sie!

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Mit freundlichen Grüßen
 
Ute Baumbach, Gäa e.V.

Programm

Moderation: Ute Baumbach, Gäa e.V
10:00 Uhr    Begrüßung und Vorstellungsrunde
Frank Mittelstädt (Stabstelle Nachhaltigkeit Stadt Erfurt)  und Ute Baumbach, Gäa e.V., Weimar

10:15 Uhr    Ökologischer Gartenbau – mögliche und nötige Vielfalt in den Kulturen
Grundprinzipien des ökologischen Gartenbaus, Die richtige Fruchtfolge für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit
Prof. Dr. Birgit Wilhelm, FH Erfurt, Fachgebiet Ökologischer Pflanzenbau

11:00 Uhr    Saatgut, Nährstoffversorgung/Kompost, Pflanzenschutz im Öko-Gemüsebau – Was gilt es insbesondere beim Zukauf zu beachten?
Susann Lieber, Gäa e.V. Dresden, Gemüsebauberaterin

12:00 Uhr    Mittagessen

13:00 Uhr    Über den Tellerrand: Alternative Landwirtschafts- und Gärtnereimodelle in stadtnahen Gebieten
(1) Mein Bio-Beet- Mietbeet und Gemüseselbsternte
Kerstin Scharf Goldammer, Ollendorf –angefragt-
Alternativ: Flussland Jena oder Cobstädt
(2) Öffentliche Flächen in der Nutzung als Gemeinschaftsgärten
Paul Stadelhofer, Geschäftsführer des Dresdner Vereins Stadtgärten (angefragt)

14:45 Uhr    Führung durch die LAGUNE- Lokale Aktionsgruppe Urbanes Naturerleben

Ca. 16:30 Uhr    Ende der Veranstaltung
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Anmeldung bei:
Ute Baumbach, Gäa e.V., Schlachthofstr 8-10, 99423 Weimar
Fax.: 03222-4065955, Mobil: 0172 777 81 65,
E-Mail: ute.baumbach@gaea.de


Das Seminar wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN). Ein Unkostenbeitrag für Verpflegung wird erhoben.