Pressemitteilung: Es braucht ein Ziel für die Landwirtschaft

Es braucht ein Ziel für die Landwirtschaft
BÖLW zum Agrargipfel im Bundeskanzleramt

Berlin, 02.12.2019. Den Agrargipfel im Bundeskanzleramt kommentiert der Vorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein:

    „Es ist gut, dass ein Dialogprozess angestoßen werden soll. Wir haben aber in den letzten Jahren schon viele solche Prozesse erlebt: Die „Charta für Landwirtschaft“ unter Ilse Aigner, das Grünbuch von Christian Schmidt, den Gesellschaftsvertrag unter Barbara Hendricks. Wären Charta und Co. erfolgreich gewesen, bräuchte es Agrargipfel nicht mehr. Wenn wir dieses Mal mehr Erfolg haben wollen, dürfen wir nicht mit den Instrumenten – wie Dünge-Verordnung oder GAP – anfangen. Wir müssen erst das Ziel festlegen: Wie soll in 10 bis 20 Jahren eine Landwirtschaft aussehen, die zukunftsfähig und gesellschaftlich akzeptiert ist? Und in der Erarbeitung des Ziels muss die Landwirtschaft eigenständig Verantwortung übernehmen. Wir Vertreter der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft wollen daran gerne mitarbeiten!“

Detaillierte BÖLW-Forderungen für den Landwirtschaftsdialog, s. https://www.boelw.de/news/bundesregierung-muss-bei-agrar-und-ernaehrungspolitik-umsteuern/