Online-Fachtagung „Rückstandsfrei gleich bio? Die neue EU-Bio- Verordnung für Öko-Verarbeitungsunternehmen – Vorsorgemaßnahmen und Vorgehensweise im Ernstfall“ (2)

Neu im Fokus der Verordnung wird das Vorhandensein von nicht zugelassenen Erzeugnissen, Stoffen und Kontaminationen stehen. Auch wenn kein spezieller Grenzwert für Rückstände eingeführt wurde, soll doch mit unterschiedlichen Maßnahmen sichergestellt werden, dass die Integrität der Bio- Produkte erhalten bleibt. Die Verordnung benutzt zwei Begrifflichkeiten: Vorhandensein und Kontamination. Von einem Vorhandensein ist auszugehen, wenn Erzeugnisse oder Stoffe oder unzulässige Verfahren sicher nachgewiesen werden (z.B. durch Ergebnisse der Kontrolle oder Analysen). Ein Vorhandensein allein ist jedoch noch kein Verdacht, dass diese Stoffe oder Verfahren auch verwendet werden. Die Unterscheidung wird in der Praxis eine dauerhafte und anspruchsvolle Aufgabe werden, deshalb hat die Verordnung die Vorsorgemaßnahmen verpflichtend eingeführt.

Die Kontrollstelle prüft regelmäßig die Vorsorgemaßnahmen auf Eignung und Wirksamkeit. Wer keine Vorsorgemaßnahmen eingeführt hat, ist nicht zertifizierbar. So verstanden, werden die Vorsorgemaßnahmen zur Lebensversicherung für ein Unternehmen.

Wir möchten in dieser Veranstaltung besonders Verarbeiter*Innen von Bio-Lebensmitteln über die Veränderungen in Bezug auf Vorsorge und Vermeidung von Verunreinigungen, die das neue Bio-Recht mit sich bringt, informieren und für die Praxis fit machen.

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