AgiL-Fachexkursion Bio-Feldgemüse

Die AgiL (Sächsische Agentur für regionale Lebensmittel) läd ein zur Fachexkursion Bio-Feldgemüse und Workshop mit „Rundem Tisch Bio-Gemüse“ bei der Erzeugerorganisation „Bio-Gemüse Regional AG“.

Zielgruppe: Erzeugerinnen und Erzeuger von Bio-Gemüse

Termin: Mo., 30. Mai 2022, 10.00-17.00 Uhr

Ort: Landgut Nemt, Wurzen (Landkreis Leipzig)

Teilnahmegebühr: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Es wird lediglich ein Unkostenbeitrag von 20 € für Verpflegung und Getränke vor Ort erhoben.

Anmeldung: eine Anmeldung zur Veranstaltung ist notwendig und bis zum 20. Mai 2022 unter https://www.agilsachsen.de/civicrm/event/register/?id=14&reset=1 möglich. Bitte Berücksichtigen Sie, dass die Anzahl der Teilnehmenden und die Zielgruppe begrenzt sind. Eine Anmeldung ist erst gültig, wenn Sie eine Anmeldebestätigung von uns erhalten haben.

Hintergund
In Sachsen gibt es eine jahrzehntelange Tradition im Bio-Feldgemüsebau für den Frischemarkt (Zwiebel, Möhre etc.) und von Verarbeitungsware (Erbse und Bohne) für die Tiefkühlindustrie. Die Erzeugung in Sachsen spielt hier also eine große Rolle, steht aktuell aber auch vor markt­bedingten Herausforderungen.
Insgesamt 21% (AMI) der Einnahmen der deutschen Ökolandwirtschaft werden mit Kartoffeln und Gemüse erwirtschaftet! Bio-Gemüse hat ein besonders hohes Nachfragepotenzial, insbesondere wenn es mit transparenter, regionaler Herkunft gekoppelt ist. 2021 gründete sich die Erzeugerorganisation (EZO) „Bio-Gemüse Regional AG“ in Sachsen, um die regionalen Potenziale in Erzeugung und Vermarktung auszubauen.

Veranstaltungsinhalte
Bei der Fachexkursion lassen wir uns von der EZO Bio-Gemüse Regional AG über die Entwicklung und Perspektiven in der Branche informieren. Außerdem sind wir im Rahmen des Workshops Gastgeber für den bundesweiten „Runden Tischen Bio-Gemüse“, dem wir einen saisonalen Zwischenstopp in Sachsen bieten. Daher laden wir auch wichtige Bio-Erzeugerzusammenschlüsse und Akteure anderer Regionen ein. Gemeinsam schauen wir über den regionalen Tellerrand und lernen von Best-Practice Beispielen anderer Regionen. Der Runde Tisch regionaler Bio-Gemüse-Erzeuger findet regelmäßig im November vor dem großen Bio-Fachforum Gemüse des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) statt. Der Organisator vom KÖN, Henning Niemann, wird uns von der bisherigen Zusammenarbeit und der Marktlage beim Bio-Feldgemüse berichten.

Darüber hinaus loten wir gemeinsam aus, wie sich regionale Marktentwicklung und der dominier­ende überregionale Bio-Absatz für mehr Absatzsicherheit der regionalen Erzeuger kombinieren lassen und wie Erzeuger und ihre Zusammenschlüsse den großen Handelsketten auf Augenhöhe gegenübertreten können. Dazu lassen wir uns von Winfried Petzold (Landgut Nemt, Leitung Feldgemüse­bau stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bio-Kartoffelerzeuger-Vereins BKE) über die Kooperationserfolge des BKE informieren.

Beim Runden Tisch in Sachsen diskutieren die Bio-Gemüseerzeuger, ob und wie es gelingen kann, eine aktive Kommunikation heimischer Herkunft im LEH-Absatz durch Zusammenarbeit der regionalen Akteure durchzusetzen. Anschließend wird geprüft, ob die Kooperation der Bio-Gemüseerzeuger und ihrer Vermarktungsorganisationen regional und überregional fortgesetzt wird.

Organisation und Moderation: Dr. Wolfram Dienel (ÖkoStrategieWissen&Beratung Markkleeberg) gemeinsam mit Henning Niemann (KÖN Nds.). Für Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich gerne per E-Mail an Dr. Wolfram Dienel (dienel@oeko-strat.de).

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Feldtag Lupine Versuchsfeld Großenstein/ Thüringen

Seit 3000 Jahren werden Lupinen kultiviert. Mit dem Auftreten der Brennfleckenkrankheit Anthraknose verschwand die Weiße Lupine nahezu vollständig von den Feldern. Seitdem dominierten im Anbau ausschließlich die Blauen Lupinen. Mit der Einführung anthraknosetoleranter Weißer Lupinensorten steht eine leistungsfähige Körnerleguminose zur Verfügung, die sich besonders in klimatisch weniger begünstigten Gebieten als Alternative zur Sojabohne anbietet. Wir laden Sie herzlich zu einem
Feldtag rund um den Anbau der Weißen und Blauen Lupine in Thüringen ein. Nach der Sortenvorstellung der Weißen und Blauen Lupine wird ein Herbizidversuch auf dem Versuchsfeld Großenstein präsentiert.
Ein weiterer Themenschwerpunkt bildet die Anbautechnik und insbesondere die mechanische Unkrautregulierung auf einem ökologisch wirtschaftenden Praxisbetrieb.
Die Vorstellung eines Innovationsprojekts zur Bestimmung des Alkaloidgehalts sowie die Analyse des Vermarktungspotenzials der Weißen Lupine runden das Programm ab.

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